Ein Unternehmen der STAWAG

Ausbringen moderner Messeinrichtungen und intelligenter Messsysteme läuft

05.07.2017

Seit 2017 läuft der Einbau moderner Messeinrichtungen („digitaler Zähler“). Hintergrund ist das vom Bundestag im August beschlossene Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende, das seit 2016 gültig ist.

Es regelt, dass in den nächsten Jahren sukzessive alle alten Zähler auf moderne Messeinrichtungen bzw. auf intelligente Messsysteme umgestellt werden sollen. Intelligente Messsysteme sowie der Ausbau von intelligenter Infrastruktur in Netzen sollen eine bessere Integration der erneuerbaren Energien in die Netze erzielen.

Die INFRAWEST, der Netzbetreiber der STAWAG, tauscht  im Rahmen des turnusmäßigen Zählerwechsels zunächst die heutigen Zähler gegen moderne Messeinrichtungen („digitale Zähler“) aus. Während die bisherigen Zähler in der Regel noch eine Drehscheibe hatten, haben die neuen Zähler ein digitales Anzeigefeld und können den Stromverbrauch im Zeitverlauf protokollieren. So können Kunden ihren Energieverbrauch entlang von Viertelstundenwerten anzeigen lassen.  

Ab 2018 erhalten dann größere Energieverbraucher, also Gewerbekunden oder private Verbraucher mit einem Jahresverbrauch von über 10.000 Kilowattstunden, intelligente Messsysteme: Dies sind moderne Messeinrichtungen, die zusätzlich mit einer Kommunikationseinheit, einem Smart-Meter-Gateway, ausgestattet werden. Auch Kunden mit einer Erzeugungsanlage wie z.B. einer Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung zwischen sieben und 100 Kilowatt  müssen mit intelligenten Messsystemen ausgestattet werden.

Der Zählerwechsel sind nach den gesetzlichen Vorgaben verpflichtend. Der Netzbetreiber INFRAWEST informiert alle Kunden gemäß den gesetzlichen Vorgaben drei Monate über die Umrüstung ihres Zählers. Er kündigt den Termin des Zählerwechsels mindestens zwei Wochen vorher an.

Fragen und Antworten

Was heißt das für Kunden der STAWAG?

Derzeit stellt die INFRAWEST, Netzbetreiber der STAWAG, gemäß den gesetzlichen Vorgaben von konventionellen Zählern auf moderne Messeinrichtungen („digitale Zähler“) um. Der Unterschied zu den bisherigen Zählern ist, dass diese keine Drehscheibe mehr haben, sondern die Daten digital erfassen und auch anzeigen. Wie bisher auch muss dieser Zähler manuell abgelesen werden. Es werden keine Zählerdaten automatisch versendet. Die bisherigen Zähler werden von der INFRAWEST nicht mehr eingebaut.

Muss ich auf eine moderne Messeinrichtung („digitale Zähler“) bzw. ein intelligentes Messsysteme umstellen?

Die Umstellung auf modernen Messeinrichtungen („digitale Zähler“) ist verpflichtend. Für die meisten Privatkunden ändert sich mit dem Einbau wenig: Bei den modernen Messeinrichtungen ist im Anzeigefenster der aktuelle Verbrauch und Viertelstundenwerte abzulesen.

Gemäß Gesetz sollen aber ab dem Jahr 2020 auch jene Privathaushalte mit einem intelligenten Messsystem ausgestattet werden, die einen Verbrauch von über 6.000 Kilowattstunden haben. Zum Vergleich: Eine vierköpfige Familie mit einem durchschnittlichen Verbrauch liegt bei 3.500 Kilowattstunden jährlich. Intelligente Messsysteme sind die Grundlage, um Stromverbräuche im Zeitverlauf darzustellen, zu speichern und sogar schwankende Ein- und Ausspeisungen besser steuern zu können.

Was ist ein intelligentes Messsystem?

Ein intelligentes Messsystem besteht aus einem digitalen Stromzähler, auch moderne Messeinrichtung genannt, und einer Kommunikationseinheit, dem so genannten Smart-Meter-Gateway. Das Smart-Meter-Gateway ermöglicht eine datenschutz- und datensicherheitskonforme Einbindung von Zählern in das intelligente Stromnetz. Sie erlauben es, die in definierten Abständen ausgelesenen Zählerstände zu übermitteln, und machen damit eine Ablesung der Zähler überflüssig. Außerdem ermöglichen sie es, den Verbrauch zu visualisieren.

Entstehen durch die neuen Systeme Mehrkosten für mich?

Bereits heute sind im Grundpreis die Kosten für Zähler, Messung und Abrechnung enthalten. Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende sieht unterschiedliche Preise für moderne Zähler und intelligente Messsysteme je Verbrauchsstufe vor. Aktuell sind für den Einbau einer modernen Messeinrichtung für Kunden der STAWAG keine höheren Kosten verbunden.

Und was ist mit der Datensicherheit?

Die Datenanbindung von intelligenten Messsystemen ist im Rahmen des Messstellenbetriebsgesetz vorgeschrieben und wird durch genaue Vorschriften des  Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) flankiert, um die Datensicherheit zu gewährleisten. Bei Kunden mit einem Verbrauch von unter 6.000 Kilowattstunden jährlich werden lediglich moderne Messeinrichtungen ohne Kommunikationseinrichtung eingebaut: Es besteht keine Datenverbindung nach außen.

Für weitere Informationen empfehlen wir Ihnen die Internetseite des Bundeswirtschaftsministeriums zur „Digitalisierung der Energiewirtschaft“:

http://www.bmwi.de/DE/Themen/Energie/Netze-und-Netzausbau/digitalisierung-der-energiewende.html

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